Am Samstag dem 27. Januar 2018 begab sich die Gruppe der Liebhaber von Jakob Böhme aus Polen und Deutschland auf seine Spuren.

Jakub Böhme – war Philosoph und Mystiker, der im Jahre 1575 in Alt Seidenberg geboren wurde. Er starb 49 Jahre später in Görlitz. Trotz des großen Einflusses, den er auf die Zeitgenossen und späteren Visionäre, Philosophen, Gelehrte und Künstler aus ganzer Welt ausübte, ist er immer Philosoph, über den die Einwohner der Grenzregion nicht viel wissen.

Die Studienreise, an der sich über 70 Personen aus Polen und Deutschland beteiligten, war der zweite Teil des Projektes „Grenzübergreifende Initiativen: Auf den Spuren von Jakob Böhme”, dessen Organisatoren die Stiftung EkoRegion aus Zgorzelec und die Partner Güsa e.V. aus Görlitz sowie die Stadt Zawidów sind.

Der erste Teil des Projektes wurde an die Schüler der polnischen und deutschen Schulen gerichtet und fand am 14. Dezember 2017 statt. Die Schüler aus Zawidów sowie die Jugendlichen aus den befreundeten deutschen Schulen: Oberschule "Klaus Riedel" aus Bernstadt und Freie Waldorfschule Görlitz "Jacob Böhme" aus Görlitz mit den Betreuern haben sich in Zawidów getroffen, um sich über Jakob Böhme zu unterhalten. Die jungen Projektteilnehmer haben erfahren, welchen Einfluss Jakob Böhme auf Oberlausitz hatte, haben die Auswirkung seiner Werke auf die nächsten Generationen kennen gelernt und ihr Wissen über das Leben und Schaffen von Jakob Böhme vertieft. Der Tag wurde mit hartnäckigem Wettbewerb der polnisch- deutschen Teams zum Thema des Lausitzer Mystikers und Philosophen abgeschlossen.

Während der Studienreise am 27. Januar haben die erwachsenen Projektteilnehmer die für dasLeben von Jakob Böhme wichtigen Plätze besucht. Dank dem Besuch hatten sie die Möglich keit, die Quellen seines Schaffens und die Spezifik seines Wohnortes, besser verstehen zu können.

„Wir wissen immer noch wenig über die Gestalt, die so viele ausgezeichnete Denker und Dichter wi eIzaak Newton oder Adam Mickiewicz, angeregt hat. Es lohn sich, an ihn immer zu erinnern und das Wissen am konkreten Ort, an dem er geboren wurde, Plätzen, an denen er sich aufgehalten und geschaffen hatte, und endlich an dem Ort, wo er gestorben ist, zu platzieren“ – sagt Tomasz Żółkiewicz, Vorsitzender des Rates der Stiftung EkoRegion, Initiator des Projektes.

Während der Reise beiderseits der Lausitzer Neiße haben die Projektteilnehmer sich ein Konzert in der Staatlichen Musikschule in Zgorzelec angehört, das Jakob Böhme gewidmet war.

Das ganze Projekt endet mit der Konferenz z. T. „Auf den Spuren von Jakob Böhme“, die am 24. Februar stattfindet und an der sich Referenten aus beiden Ländern beteiligen. Die Konferenz findet im Kulturhaus in Zawidów statt.

Das Projekt wird von Veröffentlichungen zu diesem Anlass (Folder über den Philosophen und die Landkarte der Region mit den für ihn wichtigen Plätzen) sowie der Ausstellung, die beiderseits der Neiße vorgestellt wird, begleitet.

Das Projekt wird aus den Mitteln des Europäischen Fonds der Regionalen Entwicklung im Rahmen des Kleinprojektfonds Interreg Polen- Sachsen 2014- 2022 sowie aus dem Staatshaushalt finanziert.

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